Hier berechnest du, ob dein Kapital für die geplante Entnahmedauer reicht.
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| Jahr | Entnahme im Jahr | Zinsen im Jahr | Steuer im Jahr | Kapital zum Jahresende |
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Beim Investieren denken Privatanleger oftmals nur darüber nach, wie viel Geld sie wohl ansparen können. Das ist relativ einfach umzusetzen und zu planen. Du legst einen Spardauerauftrag an, lässt das Geld arbeiten, guckst selten hin. Fertig.
Die Entnahmephase ist etwas anderes: Jetzt lebst du von dem, was du aufgebaut hast. Jeder Monat, jede Entnahme wird zur Entscheidung – reicht es, oder zehrst du dein Kapital schneller auf, als es sich erholen kann?
Genau hier liegt der Denkfehler, den viele Privatanleger machen: "Ich habe 500.000 Euro, ich brauche 2.000 Euro im Monat, das reicht doch locker." Reine Überschlagsrechnung, ohne Rendite, ohne Steuer, ohne Zeit.
Über ein, zwei Jahre fällt der Fehler nicht auf. Über zwanzig, dreißig Jahre entscheidet er, ob am Ende noch etwas übrig ist - oder nicht.
Ein Faktor wird dabei besonders unterschätzt: die Reihenfolge deiner Renditen. Zwei Portfolios mit identischer Durchschnittsrendite können völlig unterschiedlich enden – je nachdem, ob die schlechten Börsenjahre am Anfang oder am Ende deiner Entnahmephase liegen.
Das nennt sich Sequence-of-Returns-Risiko, und es ist einer der Gründe, warum "im Schnitt 7% Rendite" bei der Entnahme wenig aussagt.
Und dann ist da noch die Laufzeit. Die musst du schätzen – niemand kennt sein Ablaufdatum. Als Finanzathlet rechne ich lieber mit zu vielen Jahren als mit zu wenigen.
Wer diszipliniert trainiert, isst und lebt, hat statistisch bessere Karten. Plan also lieber konservativ: 30 Jahre statt 25. Besser, es ist am Ende des Lebens noch Geld übrig als umgekehrt.
Fazit: Der Rechner ersetzt keine Beratung. Aber er zeigt dir schwarz auf weiß, wo dein Plan heute steht – bevor die Realität es dir sagt.