

Du weißt jetzt, wie viel du monatlich investieren kannst. Das ist die eine Hälfte der Gleichung.
Solltest du das noch nicht wissen, schau dir zunächst den Beitrag "Dein Einkommen" an.
Die andere Hälfte: Was du bereits besitzt – und wie es verteilt ist
Zwei Menschen mit der exakt gleichen monatlichen Investitionssumme können trotzdem völlig unterschiedlich anlegen. Der Unterschied liegt nicht im Einkommen. Er liegt unter anderem im Vermögen, das schon da ist.
Genau deshalb sage ich immer: Finanzen sind individuell.
Nicht als Floskel – sondern weil zwei identische Ausgangspunkte beim Einkommen trotzdem zu zwei völlig unterschiedlichen Strategien führen können.
Vermögen ist mehr als das, was auf dem Depot-Auszug steht (falls du schon ein Depot hast). Beim Vermögen geht es um die Summe deiner Barwerte. Also was ist das ganze Wert, wenn du es heute verkaufen würdest.
Dein Vermögen ist nicht nur, was arbeitet. Es ist auch, was bereitsteht.
Zwei Beispiele, gleiche Grundfrage: Wie viel Risiko ist vertretbar?
Ein abbezahltes Haus im Wert von 500.000 Euro. Keine Schulden.
Seine Idee: Er möchte spekulieren und möglichst hohe Renditen erzielen.
Da 100% seines bisherigen Vermögens in Immobilien stecken und daher als "sicher" gelten, kann er 100% seiner Sparrate spekulativ anlegen: In Aktien, Kryptos usw.
Damit bleibt sein Gesamtvermögen immer noch ausgewogen risikogewichtet. Natürlich nur, solange sein neues Aktiendepot nicht im Verhältnis zum Immobilienbesitz überproportional groß wird.
30.000 Euro Cash, sonst nichts. Bauvorhaben in fünf Jahren geplant.
Seine Idee: Er möchte ebenfalls spekulieren, um das Eigenkapital für das Bauvorhaben zu erhöhen.
Hier sieht die Lösung völlig anders aus – vielleicht ein Bausparvertrag, gekoppelt mit einem Festgeld. Auf keinen Fall Aktien & Kryptos.
Nicht, weil diese Person vorsichtiger ist. Sondern weil das Geld einen konkreten, terminierten Zweck hat. Und niemand mit 100% seines Vermögens spekulieren sollte.
Unterschiedliche Verteilung des Vermögens – unterschiedliches Risiko
Das ist keine Typfrage. Das ist Mathematik.
Diese Beispiele zeigen das Prinzip – keine Empfehlung für deine eigene Situation. Die hängt von deinen konkreten Zahlen, Zielen und deinem Zeitrahmen ab.
Um deine eigene Verteilung zu kennen, brauchst du eine ehrliche Aufstellung – nach Summen, aber auch nach Kategorien und Risikobewertung.
Genau dafür habe ich ein eigenes Tool entwickelt, wo du einfach deine Daten eingeben kannst und sofort die Auswertung bekommst. Das ist richtig cool, oder?
Also, leg am besten gleich los. Hier geht`s zum Vermögens-Rechner.
Deine Vermögensverhältnisse sind keine einzelne Zahl. Sie sind eine Landkarte – aus dem, was du besitzt, und wie es verteilt ist.
Nicht die Höhe deines Vermögens bestimmt dein Risiko. Die Verteilung tut es.
Deshalb sind Finanzen individuell.
Nicht, weil jeder anders tickt – sondern weil jeder eine andere Landkarte hat.